Zielsetzung

Durch öffentliche Diskussionsveranstaltungen, Vorträge und Filmabende möchten wir vielfältige Formate politischer Bildungsarbeit nutzen, um eine gemeinsame Diskussion über verschiedene gesellschaftspolitisch relevante Aspekte anzuregen. Hierdurch sollen Bewusstsein geschaffen, Perspektiven gewechselt und Auseinandersetzungen ermöglicht werden.

Die Veranstaltungen richten sich nicht nur an die externe Öffentlichkeit, sondern auch die aktiven Vereinsmitglieder nutzen diese Veranstaltungen, um gemeinsam im Dialog über die inhaltlichen Ausrichtungen und Zielsetzungen zu bleiben und sich durch Vereinsmitglieder sowie eingeladene Expert*innen selbst weiter zu bilden.

 

Vortragsreihe 'Was macht eigentlich soziale Ungleichheit mit...?'

Vortragsreihe Frühjahr/Sommer 2017

Eine Veranstaltung von FreiraumKollektiv e.V. in Kooperation mit der Rosa-Luxemburgstiftung NRW & dem AStA der WWU Münster

Was geschieht mit einer Gesellschaft, in der es trotz immer mehr Reichtum eine stetig wachsende Zahl an Menschen gibt, die aufgrund ihrer finanziellen Situation kaum am gesellschaftlichen Leben teilhaben können? Wodurch entstehen solche Ungleichheiten? Und wer ist dafür verantwortlich? Die Vortragsreihe rückt das Spannungsfeld zwischen Armut und Reichtum in Deutschland ins Zentrum und beleuchtet die gesellschaftliche Folgen und Wechselwirkungen mit anderen gesellschaftlichen Ungleichheiten.

 

4.5.2017: ...soziale Ungleichheit mit Gesellschaft?

Der Einstiegsvortrag gibt einen Überblick über das Thema soziale Ungleichheit. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in Deutschland und Münster wird ein besonderer Fokus auf die Klärung folgender Fragen gerichtet: Was ist die soziale Frage und wer ist besonders von Armut betroffen? Was macht soziale Ungleichheit mit einer Gesellschaft und was mit Betroffenen? Welche Vorschläge zur Lösung des Problems werden diskutiert?

Referent: Björd Wendt, Impuls: Arnold Voskamp

 

1.6.2017: ...soziale Ungleichheit mit Geschlechterfragen?

Frauen und Männer sind unterschiedlich stark von sozialer Ungleichheit betroffen; gleichzeitig stellen sich andere (Geschlechter-)Fragen abhängig von der finanziellen Lage einer Person. Wir wollen wissen: Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen der sozialen Frage und Genderthemen? Inwiefern bedingen sich geschlechtsspezifische und ökonomische Formen von Diskriminierung? Welche Folgen hat eine geschlechterspezifische Ungleichverteilung auf die Gesellschaft und welche Lösungsansätze gibt es?

Referent*innen: Sarah Speck & Oliver Nachtwey

 

6.7.2017: ...soziale Ungleichheit mit Rassismus?

Wechselwirkungen gibt es auch zwischen sozialer Ungleichheit und Rassismus. Wir fragen uns: In welchem Zusammenhang steht Rassismus mit ökonomischen und weiteren gesellschaftlichen Ungleichheiten? Was führt dazu, dass Migrant*innen häufiger von Armut betroffen sind? Welche Folgen hat dies für eine Gesellschaft und kann etwas dagegen getan werden? 

Referentin: Tanja Abou

 

Die Referent*innen vermitteln euch die Grundlagen, ohne dass ihr Vorwissen benötigt, danach wird diskutiert.

Jeweils von 19 bis 21 Uhr im SpecOps, Von-Vincke-Straße 5, 48143 Münster 

 

 

Vortragsreihe 'Was wäre wenn? Ökonomie - Kritik - Alternativen'

Vortragseihe Frühjahr/Sommer 2016

Eine Veranstaltung von FreiraumKollektiv e.V. in Kooperation mit der Rosa-Luxemburgstiftung NRW & dem AStA der FH-Münster

Unser Leben wird maßgeblich dadurch bestimmt, wie wir wirtschaften. Gleichzeitig überlassen wir dieses Thema meist vermeintlichen Expert*innen, die oftmals problematische Annahmen vertreten. Die vorherrschende Wirtschaftslehre wird selten in Frage gestellt. In der Vortragsreihe möchten wir uns das aktuelle Wirtschaftsmodell und seine theoretischen Grundlagen anschauen und potentielle Alternativen diskutieren. 

 

14. April - Kritik  an der Neoklassik

Die Neoklassik ist aktuell sowohl in der Lehre als auch der Praxis einer der dominanten wirtschaftstheoretischen Ansätze. Auch viele Politikberater*innen nutzen neoklassische Überlegungen als Grundlage ihrer Empfehlungen. Wir wollen uns genauer mit den zentralen Annahmen der Neoklassik auseinandersetzen und sie kritisch hinterfragen.

Referent*in: Jörg Gakenholz

 

12. Mai - Commons

Im Kapitalismus wird nur gemacht, was Profit verspricht, auch wenn das zwangsläufig auf Kosten von Menschen und Natur geht. Doch diese Logik ist nicht alternativlos – Ansätze wie Freie Software, Open Hardware, solidarische Landwirtschaft, Mietshäuser-Syndikat zeigen, dass es anders geht. Sie basieren auf Commons, die kollektiv hergestellt und gepflegt werden und von vielen oder allen genutzt werden können. Und die Menschen kooperieren auf Augenhöhe, statt sich anderen unterzuordnen oder gegen andere konkurrieren zu müssen. Wie kann diese alternative gesellschaftliche Logik verallgemeinert werden?

Referent*in: Christian Siefkes

Den Mitschnitt vom Vortrag gibt es hier als Download.

 

9. Juni – Solidarische Ökonomie

Unter Solidarischer Ökonomie wird vor allem wirtschaftliche Selbsthilfe verstanden, die Bedürfnisse erfüllen soll. Sie umfasst vielfältige Alternativen zur herrschenden Profitwirtschaft. Unterschiedliche Ansätze und Projektbeispiele werden vorgestellt und auch kritisch hinterfragt.

Referent*in: Elisabeth Voß

 

14. Juli - Feministische Ökonomie

Ansätze der feministischen Ökonomie thematisieren, wie Ökonomie Geschlechterverhältnisse beeinflusst und wie Geschlechterverhältnisse Ökonomie beeinflussen. Sie stellen dabei z.B. Fragen nach männlichen Macht- und Herrschaftsstrukturen, der Rolle der Reproduktionsarbeit oder die Bestimmung von Löhnen und Gehältern. Die Referent*innen geben einen Überblick über die vielfältigen feministischen Ansätze und diskutieren mit uns die Überlegungen und Ergebnisse der feministischen Ökonomie.

Referent*innen: “trouble every day collective”

 

Die Referent*innen vermitteln euch die Grundlagen, ohne dass ihr Vorwissen benötigt, danach wird diskutiert.

Jeweils von 19 bis 21 Uhr im SpecOps, Von-Vincke-Straße 5, 48143 Münster